In Baden-Württemberg beginnt jetzt die zweite Ferienhälfte. Für mich bedeutet das drei Wochen ohne Kinder, aber nicht ohne Kinderaufgaben. Heute gehe ich die Materiallisten durch, die unsere Schule schon am Ende des Schuljahres aktualisiert für alle Klassen online stellt. Ich trage alles zusammen, was sich schon im Materiallager (drei Stehsammler und ein Schuhkarton in meinem Büro) befindet und schreibe auf den Einkaufszettel, was noch fehlt und stocke dabei auch die Hefte im Materiallager wieder auf (5 Hefte pro Sorte sollten auf Vorrat da sein). Noch davor aber leere ich die Hefter des letzten Schuljahres, zwecks Wiederverwendung. Also erst ein Schlussstrich unters alte Schuljahr und dann Vorbereitung des neuen. Natürlich wäre es besser das mit den Kindern zusammen machen, aber letztenendes ist mir die gemeinsame Ferienzeit zu kostbar um mittendrin an die Schule zu denken.
Genau wie der Jahreswechsel der Kalenderjahre ist auch der Ende oder der Beginn eines Schuljahres auch immer ein Zeitpunkt für ein Resümee und neue Pläne.
Was hat gut funktioniert?
Bei uns war es die Einführung eines neuen Organisationssystems: Für eines der Kinder haben wir einen Organizer mit zehn transparenten Schubladen in DIN A4 Format angeschafft. Dieses Schubladensystem wird bei uns „Der Turm“ genannt und macht auch jede Woche den Wechsel zwischen den Haushalten mit. Jede Schublade ist so groß, dass die Schulhefte und Bücher für ein Fach hineinpassen. Das hat dem Kind sehr geholfen den Überblick über seine Schulsachen zu behalten und beim Packen der Schultasche nichts zu vergessen. Lose Zettel (Argh!) wurden zwar immer noch nicht abgeheftet, aber immerhin oft in die entsprechende Schublade gesteckt. Ausbaufähig, aber es geht in die richtge Richtung.
Musik und Kunst teilten sich vergangenes Jahr eine Schublade, weil es da jeweils nur einen Hefter gab und die weiteren Materialien für Kunst in der Schule waren. Dafür blieb die obere Schublade für allgemeine Sachen wie einen Collegeblock und den Schülerplaner. Im kommenden Schuljahr wird es für dieses Kind allerdings mehrere zusätzliche Schulfächer geben; wir müssen dann am Beginn des Schuljahres schauen, welche Fächer sich eine Schublade teilen können. Ein Aufstocken des Turms ist nicht möglich, weil er in meinen Kofferraum passen muss.
Mein Mann deckt Abends den Frühstückstisch und das nicht erst seit diesem Schuljahr. Ich bekomme einen großen Teller, weil ich den Platz zum Schmieren der Schulbrote brauche und die Brotdosen stehen auch schon bereit. Das ist bei uns ein ganz wichtiger Punkt für einen reibungslosen Ablauf am Morgen.
Der Hausaufgaben-Nachmittag mit Mama. Meine Kinder sind eigentlich alt genug um ihre Hausaufgaben selbsständig zu machen. Aber an dem Wochentag mit den meisten Hausaufgaben setze ich mich beim jüngeren Kind daneben (body double). Es reicht, dass ich da bin, ich kann auch leise etwas anderes machen, aber es erhöht den Fokus und hilft weniger abzuschweifen und die Hausaufgaben abzuarbeiten. Wenn mal ausnahmsweise doch keine bis wenig Hausaufgaben auf diesen Nachmittag fallen lernen wir in dem Zeitfenster Vokabeln. Deshalb gab es bei mir im Ordnungsservice in den letzten Monaten Montags keine Nachmittagstermine. Für das neue Schuljahr muss sich natürlich noch herauskristallisieren, welcher Nachmittag das sein wird.
Was hat bei Euch gut funktioniert? Habt Ihr etwas neues eingeführt und es hat etwas einfacher, schneller oder besser gemacht? Kann man noch etwas daran optimieren?
Was hat nicht so gut funktioniert?
Die Sporttasche. Die Kinder wechseln zwischen zwei Haushalten und eine der Sporttaschen kommt zu oft unvollständig hier an. Sportkleidung sammelte sich im anderen Haushalt an und fehlte hier. Im kommenden Jahr gibt es deshalb für eines der Kinder eine Sporttasche für jeden Haushalt.
Ausgefüllte Elternbriefe für Ausflüge u.ä. rechtzeitig wieder in der Schule abzugeben fällt glaube ich allen Schüler*innen schwer. Meine Lösung für ganz wichtige Rückläufer ist inzwischen das ausgefüllte Exemplar zu fotografieren und an die Lehrkraft zu mailen. Nur als Backup, falls das Original nicht ankommt. Die Lehrerinnen im letzten Schuljahr fanden das okay, was die neuen davon halten müssen wir sehen.
Was hat bei Euch nicht funktioniert? Was sind Eure Lösungsideen? Braucht es an der Stelle Nachbesserung oder ein neues System? Wie könnte man nachbessern? Wie könnte ein neues System aussehen?
