Menschen im Bus

Die 70-30-Regel für das Einräumen von Schränken

Die 70-30-Regel ist ein einfache, aber sehr wirksame Methode, um Ordnung dauerhaft stabil zu halten. Sie besagt, dass Schubladen, Regalfächer und Schrankbereiche nur zu etwa 70 Prozent gefüllt sein sollten. Die restlichen 30 Prozent dienen als Raum, der das tägliche Ein- und Ausräumen erleichtert und dafür sorgt, dass ein System zuverlässig funktioniert.

Ein gutes Beispiel dafür findet man im öffentlichen Nahverkehr. Solange in einem Bus nur alle Sitzplätze belegt sind, läuft das Ein- und Aussteigen ruhig und ohne größere Verzögerungen ab. Manchmal steht jemand vom Gangplatz auf, um eine Person vom Fensterplatz hinauszulassen, aber insgesamt funktioniert alles problemlos. Ganz anders ist es, wenn der Bus so voll wird, dass die Menschen im Türbereich und bis in den Gang hinein stehen. Dann müssen sich die Aussteigenden durch die Stehenden hindurchschieben und einige der Menschen an der Tür sogar kurz aussteigen, um den Weg frei zu geben. Das sorgt für Stress und kostet Zeit bis hin zu Verspätungen.

Ähnlich ist es bei dir zuhause. Wenn ein Fach nicht zu voll ist, greifst du einfach hinein und findest sofort, was du brauchst. Nichts steht im Weg und nichts muss erst beiseite geräumt werden. Das Ein- und Ausräumen funktioniert ohne großen Aufwand. Sobald ein Bereich jedoch überfüllt ist, wird jede kleine Handlung mühsam. Du musst erst etwas herausnehmen, um an das eigentliche Teil zu gelangen. Dinge verschwinden nach hinten oder unter anderen. Du sortierst und schiebst, obwohl du eigentlich nur etwas verstauen wolltest. Und oft wird dabei etwas gequetscht oder beschädigt, weil einfach kein Platz mehr bleibt.

Die freie Fläche, die die 70-30-Regel vorgibt ist also nicht vergeudet, sondern genau der Raum, der dafür sorgt, dass dein Ordnungssystem reibungslos funktioniert und langfristig bestehen bleibt. Sie macht den Unterschied zwischen einem System, das immer wieder ins Stocken gerät, und einem, das reibungslos läuft und deinen Alltag einfacher macht.

Busphoto: Alexander Isreb via Pexels

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